2025-12-21

Ein Jahr so la la

Nicht so gut, wie es hätte sein können. Nicht so schlecht, wie es hätte werden können. 

Borussia Mönchengladbach ist am Ende dieses Jahres unter dem Strich nicht viel weiter als am Anfang. So ganz zufrieden sein kann man mit den vergangenen Wochen dank mancher Ausreißer nach unten dann doch nicht, punktemäßig war vielleicht auch etwas mehr drin. 

Andererseits hat sich die Mannschaft innerhalb kürzester Zeit - trotz vieler personeller Rochaden wegen ständiger Verletzungen von Stammspielern - aus dem größten Schlamassel im Tabellenkeller herausgezogen und sogar spielerisch einige Beweise geliefert, dass deutlich mehr in der Mannschaft steckt als das, was in der Bilanz steht. Und das sollte man nicht kleinreden.

Es gibt also einige Hinweise darauf, dass etwas besser geworden ist. Andererseits ist der Abstand auf Platz 16 mit vier Punkten noch lange nicht beruhigend. Insofern war es zum Ende des Jahres schon ärgerlich, dass gegen Wolfsburg und den BVB jeweils die Null auf der Habenseite stand.

Zum Wolfsburg-Kick kann ich nichts sagen, ich hatte in der Zeit Besseres zu tun und nach den Schilderungen dann auch leichten Herzens darauf verzichtet, die Partie nachzusitzen.

Das Spiel bei den Schwarz-Gelben war spannend bis zum Schluss und bot einiges. Was die Merkwürdigkeiten des Schiedsrichterteams anging, allerdings auch einiges, bei dem uns das Murmeltier grüßte. Der Auftritt des gerade zum Fifa-Schiedsrichter hochgelobten Sven Jablonski war bemerkenswert schlecht, und das nicht nur gegen unser Team. 

Warum er zum Beispiel den unglücklichen Zweikampf des ansonsten bärenstarken Nico Elvedi gegen Beier nicht als Foul wertete, kann er nur sich selbst beantworten. Es war ein Foul und ein klarer Elfmeter. Spannend war allerdings die Begründung. Weil der Stürmer das Bein absichtlich reingestellt habe, sei deutlich gewesen, dass er nur den Elfmeter bekommen wollte, deshalb wurde der Pfiff versagt. 

Das Witzige ist, dass eine Hand nicht ausreichen würde, um Elfmeter gegen Gladbach aufzuzählen, bei denen der Stürmer tatsächlich nichts anderes getan hatte, als sich auf diese Weise foulen zu lassen. Das spielte bisher nie eine Rolle, und dafür gibt es durchaus Argumente (dagegen natürlich auch). Beier hingegen war trotz Ausfallschritt klar vor Elvedi und ballorientiert. Ohne dessen Grätsche wäre er sicher zum Torschuss gekommen. 

Hier also nun so zu entscheiden, war genauso willkürlich wie sonst stets automatisch auf den Punkt zu zeigen.

Das war wie bei Spielen in Dortmund üblich aber noch nicht die Spitze des Irrsinns. Das Umreißen von Sander vor dem Führungstor des BVB blieb angeblich unerkannt, weil nur Sky die Bilder gehabt habe, auf denen dies gut zu sehen war. Ich würde das mit Vorsicht genießen, wie so vieles, was die Laberbacken des übertragenden Senders von sich geben. 

Vor nicht allzulanger Zeit wurden wir schließlich auch damit überrascht, dass der VAR offenbar zusätzliche Perspektiven zur Verfügung hatte, die die Fernsehsender nicht haben. Und auf diesen geheimnisvollen Bildern war dann etwas zu sehen, was zu einer unverständlichen Entscheidung gegen Borussia genutzt werden konnte.

Es bleibt also spannend, womit wir als nächstes von VAR und Feldschiri durch den Kakao gezogen werden. Die letzten Wochen haben da jetzt schon ein kleines Feuerwerk des Absurden vorgelegt.

Schiedsrichter Jablonski konnte mich jedenfalls an diesem Nachmittag nicht davon überzeugen, dass er kein Heimschiri sein wollte. Abgesehen von der Szene vor dem 1:0, wo er deutlich signalisierte, dass ihm das nicht als Foulspiel reichte und somit auch gleich die Grundlage für ein Einschreiten des VAR entzog, gab es eine Reihe weiterer Seltsamkeiten. Etwa zwei Eckbälle, die sehr klar zu erkennen waren, aber doch zu Abstößen von Dortmund umgedeutet wurden. 

Oder zwei angebliche Handspiele von Tabakovic und Neuhaus jeweils in aussichtsreicher Kontersituation, die vom Schiri quasi auf Zuruf der Gegenspieler  zurückgepfiffen wurden. Während sonst Angriffe oft trotz klarer Abseitsstellungen bis zum Ende durchlaufen dürfen (und erst dann gecheckt würden), nahm der Referee Borussia hier zweimal eine sehr gute Chance weg. Das angebliche Handspiel von Neuhaus wurde sicherheitshalber bei Sky nicht nochmal gezeigt, bei Tabakovic bestätigte sich der Eindruck, den man schon in Realgeschwindigkeit gehabt hatte. Der Ball sprang auf das Schultergelenk, eine klarer Fehler des Schiedsrichters also.

Das alles war zum Aufregen und natürlich begünstigte es den Spielverlauf, genauso wie die Tatsache, dass das Foul an Ranos vor dem 2:0 nicht geahndet wurde, während viele andere Szenen mit weniger Intensität in diesem Spiel zu Freistößen führten.

Aber um Zählbares mitzunehmen, hätte der VfL einfach vor dem Tor effektiver sein müssen. Das 1:0 ging auf eine schläfrige Abwehr zurück, bei der Netz plötzlich links gegen zwei Gegner stand, den einen vorsichtig anlief und, als der zu seinem Kollegen passte, den Widerstand aufgab und ihn unbedrängt flanken ließ. Im Strafraum war die Staffelung nicht gut genug, und das hatte nur zum Teil mit dem Foul an Sander zu tun, der dann aber zu spät kam, um den Torschuss von Brandt noch abzuwehren.

Nach 30 harten Minuten, in denen sich Borussia nur mit viel Mühe aus der eigenen Hälfte lösen konnte,  weil Adeyemi und seine Offensivkollegen ihre Gegner am Strafraum wie unter Drogen attackierten, bekam die Mannschaft von Eugen Polanski das Spiel immer besser in den Griff. 

In den Minuten vor der Pause fanden sie mit Neuhaus, Reitz, Reyna und den passstarken Engelhardt und Sander gute Wege durch die absolut nicht sichere BVB-Defensive. Es sprang da und in der zweiten Hälfte trotz einiger sehr sehenswerter Spielzüge, mit denen man sich aus der Bedrängnis in der eigenen Hälfte mit Direktpässen bis in den Dortmunder Strafraum kombinierte, aber dennoch nichts Zählbares heraus. 

Das war das, was am Ende den Unterschied machte - und, dass Dortmund mehr Erfahrung und Power einwechseln konnte als Polanski mit nur einem Außenverteidiger für die komplette Defensive und vielen Youngstern auf der Bank. 

Wael Mohya immerhin zeigte mit seinen noch nicht 17 Jahren (wie wohl schon in Wolfsburg), dass er körperlich und vom Kopf her schon deutlich weiter ist, als zu erwarten ist. Beinahe wäre ausgerechnet ihm kurz nach der Einwechslung mit einem guten Schuss gegen Kobel sogar der Ausgleich gelungen. Es wäre das beste gewesen, was ihm, Borussia und auch dem Spiel hätte passieren können. Und verdient wäre es obendrein gewesen.

Und was nehmen wir nun in die kurze Weihnachtspause mit?

Rouven Schröder ist gefordert, nach den guten verbalen Auftritten seit seinem Amtsantritt nun auch in seiner Kernaufgabe zu liefern. Er muss den Kader verbessern, mit Abgängen und Zugängen.

Friedrich, Ranos, Fraulo, Netz, Ullrich, sogar Stöger - es gibt einige, die den Verein aus unterschiedlichen Gründen auf Zeit oder für immer verlassen könnten. Womöglich muss er auch einen neuen Pflegeplatz für Tomas Cvancara suchen, der in der Türkei nicht mit Leistung überzeugen konnte, wegen nicht gezahlter Gehälter aber zusätzlich mit dem jetzigen Club im Clinch liegt und weder da noch bei Borussia eine Zukunft haben dürfte.

Demgegenüber müssen vor allem die quantitativ-qualitativen Schwachstellen in der Abwehr angegangen werden. In Dortmund standen nur zwei gelernte Innenverteidiger spielfit im Kader. Die dritte Position wird je nach Ausfällen von Außenverteidigern oder Mittelfeldspielern ausgefüllt. Dies machen das keineswegs schlecht, aber auf Dauer ist darauf zu vertrauen sehr riskant. Friedrich und Chiarodia bringen zu den Stammspielern keinen Mehrwert und sind auch gern mal verletzt. Und weil keiner weiß, ob nicht Netz, Ulrich und Scally auch anderswo Ziele im Blick haben, ist hier viel zu bedenken und zu handeln. 

Gleiches gilt für den Offensivbereich, zumindest wenn die Unterschiedsspieler Kleindienst, Honorat, Hack (und Ngoumou) fehlen, für deren Skills und Profil es im Kader keine Doppelgänger gibt. Borussia hat das unter Eugen Polanski pragmatisch und sehr ehrenwert über die zur Verfügung stehenden Spieler gelöst. Aber angesichts der vielen Verletzungsausfälle stößt auch das an Grenzen, trotz aller guter Ansätze. 

Solange Machino seine Stärke noch nicht wieder gefunden hat, Stöger nicht weiß, worum es bei diesem Fußball in Gladbach geht und was seine Rolle ist und Reyna noch kein 90-Minuten-Spieler ist und zudem gedanklich der Bundesligageschwindigkeit noch hinterherläuft, ist jedes Spiel eine Gratwanderung.

Und der bewundernswerte Tabakovic mus alleine die Fahne vorne hochhalten und viel Drecksarbeit erledigen, ohne selbst glänzen zu können. Schaffen es alle, ans Maximum ranzukommen, sind auch bessere Gegner schlagbar. Wenn nicht, passiert leicht ein Rückschritt wie gegen Wolfsburg oder Union.

Was Mannschaft und Trainer immerhin im letzten Vierteljahr geschafft haben, ist uns Hoffnung zu geben, dass doch noch mehr in diesem Team schlummert, dass mit jedem Spiel ein bisschen mehr verinnerlicht und auf den Platz gebracht werden kann.

Borussia ist noch lange nicht so weit, nach oben schauen zu können. Mit Konzentration und harter Arbeit ist man aber hoffentlich auch bald in der Lage, nicht so genau nach unten schauen zu müssen. Nur dauerhafte Höhenflüge sollte man so schnell nicht erwarten. Rückschläge wird es geben - doch wenn Rouven Schröder gute Lösungen auf dem Spielermarkt findet, kann das Risiko dafür schnell kleiner werden. Es wäre uns allen für das neue Jahr zu wünschen.

Frohes Fest und ein tolles Jahr 2026 für euch alle!  

Bundesliga, 14. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - VfL  Wolfsburg 1:3. Tor für Borussia: 1:1 Eigentor Koulierakis (Reyna)

Bundesliga, 15. Spieltag: Dortmund - Borussia Mönchengladbach 2:0. 

Saisonspende: Einen Euro gibts drauf, wir überwintern mit 47 Euro. Das gilt in der Saison 25/26: Für jedes erzielte Tor von Borussia in Bundesliga oder DFB-Pokal zahle ich 1 Euro. Für Derbysiege gegen K*** gibt es 10 Euro. Gehaltener Elfmeter: 2,50 Euro; Zu-Null-Spiel: 2 Euro. Siege gegen Bayern, Dortmund, Leverkusen oder Leipzig: 10 Euro. Ein Sieg in Freiburg: 20 Euro. Einstelliger Tabellenplatz am Saisonende: 10 Euro. Internationaler Startplatz am Saisonende: 30 Euro. Deutsche Meisterschaft: 125 Euro. DFB-Pokalsieg: 50 Euro. Gladbacher Torschützenkönig: 30 Euro.

2025-12-06

Zwei aus Drei und die Regelung des Ungeregelten

Das war wohl eine der wichtigsten Wochen in diesem Jahr für Borussia. Drei wegweisende Spiele in 7 Tagen, mit glücklicherweise am Ende zwei bestandenen Bewährungsproben. 

Am Ende lässt sich sagen: Ja, das Ausscheiden aus dem Pokal ist so unnötig wie ärgerlich, sportlich und finanziell. Aber es ist verkraftbar, wenn die Konzentration in der Liga so konserviert werden kann wie in den anderen beiden Spielen. Ich bin fein damit, dieses Aus als kleineres Übel zu akzeptieren, denn es ist nicht selbstverständlich, dass der VfL so erfolgreich ist, wie er in der Liga zuletzt aufgetreten ist.

Gegen den Tabellenzweiten aus Leipzig fand Borussia zwar nur selten gute Lösungen nach vorn, viele Ungenauigkeiten im Spiel und unter Druck viele überhastete Befreiungsschläge verhinderten vielleicht sogar einen Überraschungserfolg. Doch das hatte keine negativen Auswirkungen. 

Leipzig hatte zwar wie Mainz am gestrigen Abend zwei, drei wirklich hochkarätige Chancen, die das Spiel in die andere Richtung hätten kippen lassen können. Beide Gegner ließen sie aber liegen oder scheiterten an Moritz Nicolas. Und so blieben es defensiv über jeweils 90 Minuten reife Leistungen, trotz diverser personeller Ausfälle, die sich nach dem Leipzig-Spiel nochmals verschärften.

Unter dem Strich stehen ein erkämpfter Punkt gegen eine spielerisch deutlich überlegene Spitzenmannschaft und ein trotz des glücklichen Zustandekommens des Tores verdienter Auswärtssieg beim Tabellenletzten, ein Sieg, der in der aktuellen Situation buchstäblich doppelt zählt. Denn einen direkten Konkurrenten hinter sich zu distanzieren, das ist etwas, was Borussia auch in besseren Zeiten nur selten (oder wenig überzeugend) gelang. 

Das alles spricht dafür, dass die Mannschaft im Moment fast optimal abrufen kann, was sie zu leisten in der Lage ist - trotz einiger widriger Umstände. Denn auch trotz der tadellosen Bilanz aus den letzten 5 Bundesligaspielen mit 4 Siegen und einem Remis, 4 mal zu Null bei einem Torverhältnis von 11:1 (und das einzige Gegentor durch den lächerlichen Elfmeter beim 3:1 im Derby), muss man festhalten, dass aus Borussia nicht über Nacht auf wundersame Weise eine Topmannschaft geworden ist - nur eine außerordentlich erfolgreiche. 

Jeder Punkt musste hart erkämpft werden, das Spielglück ist (noch) oft auf unserer Seite, das hilft natürlich. Aber Ausfälle in der Startelf sind nicht gleichwertig ersetzbar. Und es gibt keine Garantie, das knappe Spiele auch weiterhin zugunsten von Borussia ausgehen. In wenigen Wochen könnte es genauso auch wieder sieglose Phasen geben.

Eine wichtige Rolle spielt dabei sicher die personelle Lage. In Mainz fehlten in Kleindienst und Hack plötzlich auch wieder die, auf deren Genesung man so lange schon gehofft hatte. Dazu Honorat, Sander, Neuhaus, das ist zu viel, um auf dem Feld eine dominantere Rolle spielen zu können. Dass auf der Bank in Swider, Mohja und Herrmann drei Jugendspieler saßen, und Eugen Polanski nur drei seiner fünf möglichen Wechseloptionen nutzte, sagt viel aus. 

Zum Glück kam wenigstens Jens Castrop zurück und fügte sich auch ohne grobe Fouls mit einem beherzten Auftritt nahtlos wieder ein. Und Giovanni Reyna zeigte neben dem übrragenden Rocco Reitz sein bisher vielleicht bestes Spiel, war auch defensiv erheblich verbessert. Es reicht bei ihm aber immer noch nicht für ein ganzes Spiel, auch das muss berücksichtigt werden, zumal Stöger als Einwechseloption seine Rolle einfach nicht zu finden scheint.  

Und das nächste Loch wartet schon. Durch die 5. Verwarnung (nach einem dummen Ballhochwurf) nahm ihn Schiri Benjamin Brand für die Partie gegen Wolfsburg aus dem Spiel. Es wird also nicht einfacher, aber Eugen Polanski und die Borussia klagen auch nicht darüber. Sie nehmen es an und machen das Beste daraus. Und das zu beobachten, macht Spaß.   

Mit den Erfolgserlebnissen der vergangenen Wochen im Rücken lässt sich auch die Heimsuchung durch VAR-Entscheidungen  - oder sagen wir durch unausgegorene bis absurde Regeln - besser verkraften. Ein nur mikroskopisch nachweisbares Abseitstor kostete gegen Leipzig ein sehenswertes Führungstor, das erste Mainzer Abseitstor setzte den absurden Verwirrungen, die die Handregel bereithält, dann gestern die Krone auf. 

Ich würde es sicher nicht so entspannt sehen, hätte Borussia dieses Spiel aufgrund dieser Entscheidung verloren. Es ist dennoch an Widersinnigkeit nicht zu überbieten, dass ein lupenreines selbstverschuldetes Mainzer Eigentor annulliert wird, weil der Ball des Mainzer Spielers kurz vor der Torlinie noch leicht den Finger des Gladbachers Yannik Engelhardt berührt hatte.

Nur kurz: Ich halte die Entscheidung für regelwidrig, auch wenn die Handregel inzwischen jedes Handspiel des Schützen bei einer Torerzielung verbietet. So heißt es jedenfalls immer.

Das ist der Wortlaut der Regel: 

"Ein Vergehen liegt vor, wenn ein Spieler
(...) ins gegnerische Tor trifft:
• direkt mit der Hand/dem Arm (auch wenn dies versehentlich geschieht)
(gilt auch für den Torhüter),
• unmittelbar nachdem er den Ball mit der Hand/dem Arm berührt hat
(auch wenn dies versehentlich geschieht)."

Diese Formulierung geht ausschließlich von einer bewussten oder zufälligen Torerzielung durch den Angreifer aus ("ins gegnerische Tor trifft"). Beide Fälle sind nicht auf das Tor in Mainz anwendbar. 

Die Regel ist nicht für Eigentore präzisiert ("gegnerische Tor"). In der Szene handelt sich aber ungeachtet des leichten Berührens an der Engelhardtschen Hand um ein Eigentor ohne Fremdeinwirkung - und nicht den Versuch des Stürmers, ein Tor zu erzielen. Engelhardt hat dieses Tor nicht erzielt, er hat es auch nicht versucht. Deshalb hat er den Ball nicht absichtlich oder unabsichtlich direkt ins Tor befördert. Er hat ihn auch nicht nach einer Handberührung ins Tor befördert. Nichts davon trifft zu. Der Ball geht ohne sein Zutun ins Tor. 

Davon abgesehen, dass jedem Fußballer einleuchtet, wie absurd es ist, dieses Tor zurückzunehmen, besteht Regelungsbedarf, auch wenn dieses Beispiel natürlich sehr ungewöhnlich ist. Das ließe sich textlich ergänzen und präzisieren (z.B. sinngemäß: im Zuge einer Torerzielung ist jedes Handspiel zu ahnden, auch bei Eigentor). 

Es hätte umgekehrt so eigentlich aber nicht zum Nachteil des Stürmers aberkannt werden dürfen. Da wir aber wissen, wie Schiedsrichter arbeiten, überrascht uns aber auch die Antwort von Benjamin Brand nicht: "Regel ist Regel". Nur: Manchmal eben auch nicht.

Die beste Nachricht für alle Beteiligten war, dass Borussia das am Ende für sich und den Schiedsrichter verträglich selbst noch regeln konnte. Ein wichtiger weiterer kleiner Sieg auf dem richtigen Weg zurück in die Normalität.    

Bundesliga, 12. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - RB Konstrukt Leipzig 0:0. 

DfB-Pokal, Achtelfinale: Borussia Mönchengladbach - FC St. Pauli 1:2. Tor für Borussia: 1:1 Tabakovic.

Bundesliga, 13. Spieltag: FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 0:1. Tor für Borussia: 0:1 Eigentor da Costa (Tabakovic). 

Saisonspende: Nur zwei Tore aus drei Spielen, aber zwei weiße Westen für Moritz Nicolas und wichtige Punkte im Abstiegskampf. Macht unter dem Strich 46 Euro (+6). Das gilt in der Saison 25/26: Für jedes erzielte Tor von Borussia in Bundesliga oder DFB-Pokal zahle ich 1 Euro. Für Derbysiege gegen K*** gibt es 10 Euro. Gehaltener Elfmeter: 2,50 Euro; Zu-Null-Spiel: 2 Euro. Siege gegen Bayern, Dortmund, Leverkusen oder Leipzig: 10 Euro. Ein Sieg in Freiburg: 20 Euro. Einstelliger Tabellenplatz am Saisonende: 10 Euro. Internationaler Startplatz am Saisonende: 30 Euro. Deutsche Meisterschaft: 125 Euro. DFB-Pokalsieg: 50 Euro. Gladbacher Torschützenkönig: 30 Euro.