Deckel drauf! Die Saison 2025/26 endet für Borussia planmäßig. Nicht in der zweiten Liga, nicht im Nachsitzen namens Relegation. Dazu haben, neben der schwächeren Konkurrenz, die man am Ende auf Platz 12 hinter sich lassen konnte, zwei unerwartete Siege gegen deutlich höher einzuschätzende Teams beigetragen. Ein 1:0 "in Overtime" gegen den BVB, das in der Erleichterung über den damit nahezu fix gemachten Klassenerhalt mancher vielleicht besser gesehen hat als es angesichts eines sehr trägen Gegners wohl war.
Und zum Abschluss ein verdientes, aber in der Höhe überraschendes 4:0 gegen Hoffenheim, das im Borussia Park eigentlich noch seine kleine Chance auf die Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison suchen wollte und stattdessen etwas unter die Räder kam.
Ein Grund zum jubilieren ist all das dennoch nicht. Dazu gab es auf der anderen Seite zu viele Rückschritte und Enttäuschungen. Im direkten Kontrast zu den Siegen zum Saisonende stand etwa das unzureichende 0:0 in Wolfsburg, das die Abstiegssorgen unnötigerweise um eine Woche verlängerte und ein (traditionell) indiskutabler Auftritt in Augsburg, der nochmal alles in Reinform aufzeigte, was einen in den vergangenen fünf Jahren an Borussia verzweifeln lassen konnte.
Ansonsten ist über die verlorene Saison von den einschlägigen Blogkollegen und Fachleuten inzwischen alles gesagt und geschrieben worden. Ich kann es also kurz machen: Es war eine weitere verlorene Saison für Borussia, eine, die den Verein noch einen Schritt näher an den Rand zum Sturz in die zweite Liga brachte und die Borussias Handlungsspielräume ein weiteres Mal nicht verbessern konnte.
Ein für alle absehbar notwendiger Trainerwechsel wurde erst während der Saison gezogen, ein neuer Trainer und ein neuer sportlich Verantwortlicher mussten aus dem Stand das Schiff vor dem nächsten Eisberg stoppen und in ruhigere Fahrwasser führen. Das ist in einem ersten Schritt zweifellos gelungen, auch wenn es bis zuletzt im Maschinenraum und auf dem Besucherdeck ordentlich rumort und gerumpelt hat. Der rechtzeitige Stopp vor der Havarie lässt aber auch lediglich ein kurzes Durchatmen zu. Die Schnelligkeit, in der sich der Profifußball verändert und Konkurrenten an einem vorbei ziehen, wird langes Zögern nicht unbestraft lassen.
Bisher sieht es so aus, als sei das allen bewusst geworden. Rouven Schröder erweckt den Eindruck, dass er einen guten Plan verfolgt und in der Lage ist, die Mannschaft auch mit wenig Geld konkurrenzfähig zu halten. Und Eugen Polanski ist sicher noch nicht am Ende seiner Trainerentwicklung angekommen. Ob das ausreicht, muss sich zeigen.
Fürs erste kann ich - das ist am wichtigsten - die Saison mit der guten Gewissheit abschließen, dass nicht alles so schlecht war wie beklagt, aber auch nicht so gut, wie man es nach besseren Spielen auch für die jeweils nächsten Partien erhofft hatte. Es war unteres Mittelmaß, ein Auf und Ab, oft einfach nur Erlebnisse zum intensiven Haare raufen.
Aber: Es hätte schlimmer kommen können. Diese Erkenntnis ist nach ein paar guten Jahren immer noch etwas ungewohnt, gerade den älteren Fans aber auch nicht unbekannt. Und es bietet auf jeden Fall eins: Gelegenheit, sich noch erheblich steigern zu können.
So, das war es mit meiner Beschäftigung mit Borussias Saison. Ich werfe den Blick demnächst nur noch einmal zurück: Wenn es um die Einschätzung der Spieler für die nächste Saison geht. Das ist aber eine andere Geschichte.
Zum Abschluss hier - Ordnung muss sein - noch meine Abrechnung der Saisonwette. 95 Euro kamen zusammen. Ich runde auf jubiläumsbezogene 125 Euro auf. Die ersten 47 Euro habe ich schon zum Jahreswechsel an Netzpolitik (netzpolitik.org) gespendet. Die restlichen 75 Euro gehen ebenfalls an Organisationen, die sich für den Erhalt unserer Demokratie verdient machen, im digitalen Raum genauso wie im echten Leben. Und das ist bitter notwendig. 50 Euro habe ich daher gerade an HateAid (hateaid.org) überwiesen und 28 Euro an Digitalcourage (digitalcourage.de).
Bundesliga, 31. Spieltag: VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 0:0.
Bundesliga, 32. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - B. Dortmund 1:0. Tor für Borussia: 1:0 Tabakovic.
Bundesliga, 33. Spieltag: FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach 3:1. Tor für Borussia: 3:1 Reyna.
Bundesliga, 34. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 4:0. Tore für Borussia: 1:0 Bolin, 2:0 Tabakovic, 3:0 Diks, 4:0 Hack.
Saisonspende: 6 Tore, 3 weiße Westen für Moritz Nicolas und 10 Euro für den Sieg über den BVB macht in den vier Spielen zum Saisonende hin nochmal recht starke 22 Euro. Der Endstand in dieser Saison ist dennoch ein der insgesamt schwachen Saison angepasster Minusrekord von 95 Euro. Weil es das Jubiläumsjahr war, runde ich auf 125 Euro auf. Ein kleiner Vertrauensvorschuss für die neue Saison? Man kann es ja mal versuchen...
Das
galt in der Saison 25/26: Für jedes erzielte Tor von Borussia in
Bundesliga oder DFB-Pokal zahle ich 1 Euro. Für Derbysiege gegen K***
gibt es 10 Euro.
Gehaltener Elfmeter: 2,50 Euro; Zu-Null-Spiel: 2
Euro. Siege gegen Bayern, Dortmund, Leverkusen oder
Leipzig: 10 Euro. Ein Sieg in Freiburg: 20 Euro. Einstelliger
Tabellenplatz am Saisonende: 10 Euro. Internationaler Startplatz am
Saisonende: 30 Euro. Deutsche Meisterschaft: 125 Euro. DFB-Pokalsieg: 50
Euro. Gladbacher Torschützenkönig: 30 Euro.
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