Borussia, das war stark. Ein Start in die neue Saison, wie man ihn sich besser fast nicht wünschen kann. Nach dem lockeren Sieg beim BSC Hastedt folgte erwartungsgemäß eine deutlich härtere Nuss, die ebenfalls geknackt wurde. Und mit Ausnahme der ersten halben Stunde, mit der die Mannschaft noch einmal an all die Fehler der vergangenen Saison erinnerte, war das eine richtig saubere Leistung.
Heute war es wieder zu spüren, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht, die für einander einsteht und in der jeder für den anderen läuft und kämpft. Das ist Grundstein des Auftakterfolgs gewesen, dann erst kommen die spielerischen Finessen, die die Mannschaft nach und nach auf den Rasen des Borussia Parks gebracht hat.
Natürlich: Zu der Geschichte gehört auch, dass die Gäste das Spiel in der ersten Halbzeit in eine andere Richtung hätten drehen können. Da war Leverkusen die etwas zwingendere Mannschaft mit den deutlich besseren Torchancen. Doch ausgerechnet der verschossene Handelfmeter von Hazard erwies sich als Kick für den VfL. Danach übernahm die Hecking-Elf vollends die Initiative, griff mutiger an, spielte schneller nach vorn und gewann die nötigen Zweikämpfe, die die schnellen Konterversuche der Pillen unterbanden. Das war der neu sortierten Elf um den Sechser Tobi Strobl in den ersten 30 Minuten zu wenig gelungen. Diverse leichte Ballverluste am gegnerischen Strafraum führten da noch zu gefährlichen Gegenangriffen.
Zwei Dinge waren aus meiner Sicht ausschlaggebend, dass es vor allem nach der Halbzeit erheblich besser lief für Borussia. Zum einen, dass Thorgan Hazard wieder über die angestammte linke Seite kam, weil Fabian Johnson mit ihm die Seite tauschte. Und dass die Achter Jonas Hofmann und Florian Neuhaus das Spiel an sich zogen und mit irrem Laufaufwand den Leverkusenern im Zentrum die Luft nahmen, brillant assistiert vom abgeklärten Strobl, der seine Aufstellung nachhaltig rechtfertigte.
Um den Titel des Spielers des Spiels bewarben sich heute gleich mehrere Rautenträger. Luis Jordan Beyer etwa, der bei seinem Bundesliga-Debüt eine unglaublich abgezockte Partie auf rechts (meist) gegen Leon Bailey ablieferte. Beyer war dabei ballsicher, mit dem guten Auge für den richtigen Pass und im Zweikampf nahezu immer so früh am Gegner, dass Bailey seine Schnelligkeit kaum ausspielen konnte. Und nicht zu vergessen, die Rettungstat mit der Brust auf der Linie in der ersten Halbzeit. Da hat einer heute mit Schmackes seinen Hut in den Ring geworfen für den Stammplatz auf dieser Position.
Tony Jantschke machte in der Innenverteidigung für mich eins seiner besten Spiele in den vergangenen Jahren. Er war stets da, wo er sein musste, wenn nötig auch mit der Härte eines Fußballgottes. Dass Leverkusen im Gladbacher Strafraum trotzdem einige Male gefährlich wurde, zeigt, dass es auch beim Defensiv-Quartett Beyer, Ginter, Jantschke, Wendt noch Steigerungpotenzial gibt. Aber heute blieb der Kasten sauber, und unter dem Strich zählt genau das.
Dass am Ende ein Zu Null stand, hatte auch wieder mit einem glänzend aufgelegten Yann Sommer zu tun. Einige Wackler hatte er drin, vor allem beim Fausten, aber ansonsten stand er hervorragend und machte selbst Alarios Kopfball in der Schlussphase noch mit einem Weltklasse-Reflex zunichte. Es scheint, als hätte ihm die Kicker-Krone als bester Buli-Keeper der Rückrunde mental nochmal ein paar Extra-Prozente verschafft.
Tobi Strobls Rolle in der Mannschaft heute habe ich schon hervorgehoben, mit 12,4 Kilometern war er zudem einer der fleißigsten auf dem Rasen. Florian Neuhaus lieferte ebenfalls eine blitzsaubere Partie ab, er holte reaktionsschnell den zweiten Elfmeter heraus und glänzte durch gute Balleroberungen, clevere Läufe in die Tiefe und feine Pässe. Thorgan Hazard sprühte vor Spielfreude, vergass aber ab und an den richtigen Zeitpunkt für den Pass. Dass mal ein Elfer nicht sitzt, muss man auch bei einem Spieler seiner Klasse einkalkulieren. Trotzdem eine Augenweide, ihn weiter bei uns spielen zu sehen.
Auch Raffaels Maschine lief mit zunehmender Spieldauer merklich warm, mit der Krönung des "Borussia-Barcelona-Gedächtnistors" zum 2:0 durch den agilen Johnson.
Sie alle hätten zum Spieler des Spiels werden können. Wenn, ja wenn ihnen nicht Jonas Hofmann heute den Rang abgelaufen hätte. Nach der eher drögen ersten halben Stunde mit viel Verzögerung und Hinten-herum-Spielerei im VfL-Spiel blühte der so oft gescholtene Mittelfeld-Künstler heute richtig auf und bestätigte die überwiegend starken Eindrücke aus den Vorbereitungsspielen.
Mit Zuckerpässen in die Schnittstellen schnitt er durch die Gäste-Defensive, eroberte Bälle, lief Gegenangriffe ab, tauchte überall und nirgendwo auf und verzeichnete nach den 93 Minuten sagenhafte 13,44 Kilometer auf dem Tacho. Er übernahm die Verantwortung bei der zweiten Elfmeterchance, verwandelte sicher und kam so auch endlich zu seinem ersten Ligatreffer für Gladbach.
Kurz gesagt, Hofmann war vor allem in Halbzeit zwei Dreh- und Angelpunkt im Spiel und zeigte, dass ihm diese Position im offensiven Mittelfeld viel mehr liegt als die auf dem Flügel (ich glaube, ich mutmaßte das auch schon mal - vor längerer Zeit).
Für ihn freut es mich im übrigen deshalb ganz besonders, weil er seine enormen Spielmacherqualitäten bisher so selten abrufen konnte und immer noch bei vielen Fans als Fehleinkauf gilt, obwohl er einer der talentiertesten im Kader ist. Doch das hilft natürlich nicht weiter, wenn man immer nur das Versprechen eines Topspielers ist und es nie einlöst. Heute hat er gezeigt, dass er in der neuen Borussia eine tragende Rolle spielen könnte, wenn man ihn lässt und ihm nicht wieder eine Verletzung in die Quere kommt.
Zwei Pflichtspiele, zwei Siege - das kann sich sehen lassen. Aber ich werde nicht den Fehler machen, jetzt alles für gut zu erklären und die Mannschaft mit Erwartungen zu überfrachten. Natürlich hätte auch heute wieder der eine oder andere besser ausgespielte Konter für noch klarere Verhältnisse sorgen müssen. Und an der langen Aufwärmphase in Halbzeit eins ist selbstredend noch zu arbeiten.
Das im Auge zu behalten, den Blick immer nur auf das nächste Spiel zu richten und am Ende zu schauen, wozu das reicht, ist eine wiederentdeckte Erkenntnis, die Borussia im neuen Spieljahr bislang gut ansteht. Wie der ehrliche Blick darauf, dass das Spiel natürlich auch in eine schlechtere Richtung hätte laufen können.
Doch heute können wir mit dem guten Gefühl an eine Stunde tollen Offensivfußball ins Bett gehen und von mehr träumen - solange wir nicht vergessen, dass das nur gelingen kann, wenn die Mannschaft auch in den nächsten Spielen eine Einstellung wie heute zeigt und ihre Geschlossenheit und ihren Willen auf den Platz bringen muss. Es scheint, als hätte sie das verstanden. Und das wurde, sofern ich das aus der Ferne beurteilen konnte, auch im Stadion wohlwollend wahrgenommen und stimmungstechnisch belohnt. Die Saison läuft und sie macht Spaß. Gladbach-Fans gefällt das.
Bundesliga 2018/19, 1. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 2:0. (Tore für Borussia: 1:0 Hofmann FEM, 2:0 Johnson)
2018-08-26
2018-08-23
Für den Ernstfall gerüstet
Zwei Tage noch, dann geht es wieder um Punkte in der Bundesliga. Und so langsam steigt auch mein Puls wieder an, die Vorfreude auf die Saison steigt.
Wie jedes Jahr hoffe ich natürlich darauf, dass die in der Sommerpause sinnvoll ergänzte Mannschaft am Ende auch etwas reißen kann. Und das ist nach allen Eindrücken, die man bisher in der Vorbereitung sammeln konnte, auch nicht unbegründet. Mit der Einschränkung, dass man die Stärke der anderen Teams auch erst mit der Zeit einschätzen kann.
In der Vorbereitung war einiges Gutes zu beobachten, manches war nicht so gut. Doch das Pokalspiel hat mich nochmal positiver gestimmt. Nicht, weil es ein ansehnlicher Sieg gegen einen überforderten Gegner war und ich das überbewerten wollte.
Nein, weil die Einstellung eine andere war als zu weiten Teilen der Vorjahre. Da ging Borussia oft in Führung, auch gegen unterklassige Teams im Pokal. Aber die Mannschaft schien sich gern darauf auszuruhen, in ihren "Sicherheitspass-Modus" umzuschalten und geriet dadurch häufig noch in Gefahr, weil sie so den Gegner ohne Not wieder aufbaute, indem sie ihm zunehmend die Initiative überließ.
Das war gegen Hastedt anders, da blieben Raffael und Co auch nach dem schnellen 3:0 noch hungrig und spielten die Partie gnadenlos und unnachgiebig zu Ende. Das war schade für den Gegner, aber gut für meine Vorfreude auf den VfL 2018/19.
Zwar ist die Skepsis gegenüber Trainer Dieter Hecking bei vielen Fans noch immer zu spüren. Doch die Art, wie der Kader aufgestellt ist, zerstreut den einen oder anderen Zweifel. Die Breite ist da, die Klasse ist da und hoffentlich bekommt Borussia nun auch die mit einem erneuerten Team angegangene Baustelle "Verletzungsmisere" in den Griff. Und die Abgänge Vestergaard, Grifo, Bobadilla, Oxford und Simakala scheinen bei aller Wertschätzung doch verschmerzbar und kompensiert zu sein.
Der Kader und die Neuzugänge gefallen mir: Alassane Plea ist die Art Stürmer, die im Kader gefehlt hat. Raffael, Hazard und die anderen Offensivkräfte profitieren davon, zum einen, weil sie sich strecken müssen, um im Team zu bleiben. Denn neben dem Franzosen stehen endlich Josip Drmic, Fabian Johnson und Patrick Herrmann wieder in einer konkurrenzfähigen Verfassung zur Verfügung. Dazu kommen Florian Neuhaus und der auf der neuen Position deutlich effektivere Jonas Hofmann, von Juwel Cuisance ganz zu schweigen. Später auch noch Ibo Traoré und mit etwas Anpassungszeit sicher auch Keanan Bennetts, der viel Geschwindigkeit über links verspricht. Die Mannschaft stellt sich also nicht mehr von selbst auf und man muss nicht einmal dem neuen Rekordstürmer den schweren Rucksack aufsetzen, dass er gleich alles in Grund und Boden schießen muss.
Da in der Mittelfeldzentrale ebenfalls genug Qualität zur Verfügung steht und auch Yann Sommer als sicherer Rückhalt gilt, bleibt das einzige Fragezeichen in der Abwehr. Stabilisiert sich die Viererkette, zumal nur mit einem Sechser davor als Absicherung? Hält Borussia den Laden hinten dicht? Das haben die bisherigen Spiele nicht sicher bewiesen.
Es wird Leverkusen vorbehalten sein, das als erste Mannschaft auf Herz und Nieren zu testen. Bailey, Volland, Alario, Bellarabi, Havertz, Brandt, dazu die beiden offensivstarken Außenverteidiger Weiser und Wendell - da kommt etwas anderes auf die VfL-Defensive zu als in den Testspielen und beim DFB-Pokal-Spaziergang. Daher wissen wir auch dann erst etwas sicherer, was das alles bis hierhin wert war.
Und darin liegt auch das Risiko: Ein schlechter Start in die Saison und es könnte schnell wieder ungemütlich werden rund um den Borussia Park. Die gute Laune bei den Fans könnte schnell vergehen und dann wird es auch eng für den Trainer. Ich hoffe das ausdrücklich nicht, denn Kontinuität in der Arbeit mit der Mannschaft ist etwas, was sich in der Regel auszahlt. Und so, wie sich Borussia im Moment präsentiert, ergibt das alles Sinn, was seit dem enttäuschenden Saisonende passiert ist.
Und wie sieht die Startelf am Samstag aus? Ich glaube, ganz ähnlich wie in Bremen. Vor Sommer ist die Sache ziemlich klar: Wendt hat Poulsen noch einiges voraus, innen sind Ginter und Jantschke gesetzt, rechts spricht alles für Jordan Beyer. Knapp wird die Entscheidung zwischen Strobl und Kramer auf der Sechs, wobei ich persönlich denke, dass der Weltmeister gegen den Ex-Club den Vorzug erhalten wird. Andererseits ist Strobl der bessere Kopfballspieler, was defensiv bei Standardsituationen eine zusätzliche Sicherheit sein könnte - da war Borussia teilweise schon sehr anfällig.
Auf den Achterpositionen sehe ich Neuhaus und Hofmann vor Zakaria und Cuisance. Im Dreiersturm denke ich, dass Hazard und Raffael gesetzt sind. Vielleicht schickt Hecking den "Bayer-Schreck" Patrick Herrmann über rechts für mehr Geschwindigkeit. Denn Leverkusen ist eine der wenigen Mannschaften in der Liga, die Gladbach das Spiel nicht allein überlassen wird. Das bedeutet, dass man so auch selbst mehr in Umschaltsituationen und Konter kommen kann. Aber es spricht genausoviel dafür, mit dem Neun-Tore-Sturm Hazard, Raffael und Plea zu beginnen.
Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, ob und wie die Pläne von Dieter Hecking und Max Eberl in dieser Saison aufgehen. In diesem Sinne: Auf eine tolle Saison 18/19! Lassen wir uns durch nichts auseinanderdividieren und stehen wir zusammen - für unseren Verein. Für den Namen, den die Welt so glorreich kennt.
Wie jedes Jahr hoffe ich natürlich darauf, dass die in der Sommerpause sinnvoll ergänzte Mannschaft am Ende auch etwas reißen kann. Und das ist nach allen Eindrücken, die man bisher in der Vorbereitung sammeln konnte, auch nicht unbegründet. Mit der Einschränkung, dass man die Stärke der anderen Teams auch erst mit der Zeit einschätzen kann.
In der Vorbereitung war einiges Gutes zu beobachten, manches war nicht so gut. Doch das Pokalspiel hat mich nochmal positiver gestimmt. Nicht, weil es ein ansehnlicher Sieg gegen einen überforderten Gegner war und ich das überbewerten wollte.
Nein, weil die Einstellung eine andere war als zu weiten Teilen der Vorjahre. Da ging Borussia oft in Führung, auch gegen unterklassige Teams im Pokal. Aber die Mannschaft schien sich gern darauf auszuruhen, in ihren "Sicherheitspass-Modus" umzuschalten und geriet dadurch häufig noch in Gefahr, weil sie so den Gegner ohne Not wieder aufbaute, indem sie ihm zunehmend die Initiative überließ.
Das war gegen Hastedt anders, da blieben Raffael und Co auch nach dem schnellen 3:0 noch hungrig und spielten die Partie gnadenlos und unnachgiebig zu Ende. Das war schade für den Gegner, aber gut für meine Vorfreude auf den VfL 2018/19.
Zwar ist die Skepsis gegenüber Trainer Dieter Hecking bei vielen Fans noch immer zu spüren. Doch die Art, wie der Kader aufgestellt ist, zerstreut den einen oder anderen Zweifel. Die Breite ist da, die Klasse ist da und hoffentlich bekommt Borussia nun auch die mit einem erneuerten Team angegangene Baustelle "Verletzungsmisere" in den Griff. Und die Abgänge Vestergaard, Grifo, Bobadilla, Oxford und Simakala scheinen bei aller Wertschätzung doch verschmerzbar und kompensiert zu sein.
Der Kader und die Neuzugänge gefallen mir: Alassane Plea ist die Art Stürmer, die im Kader gefehlt hat. Raffael, Hazard und die anderen Offensivkräfte profitieren davon, zum einen, weil sie sich strecken müssen, um im Team zu bleiben. Denn neben dem Franzosen stehen endlich Josip Drmic, Fabian Johnson und Patrick Herrmann wieder in einer konkurrenzfähigen Verfassung zur Verfügung. Dazu kommen Florian Neuhaus und der auf der neuen Position deutlich effektivere Jonas Hofmann, von Juwel Cuisance ganz zu schweigen. Später auch noch Ibo Traoré und mit etwas Anpassungszeit sicher auch Keanan Bennetts, der viel Geschwindigkeit über links verspricht. Die Mannschaft stellt sich also nicht mehr von selbst auf und man muss nicht einmal dem neuen Rekordstürmer den schweren Rucksack aufsetzen, dass er gleich alles in Grund und Boden schießen muss.
Da in der Mittelfeldzentrale ebenfalls genug Qualität zur Verfügung steht und auch Yann Sommer als sicherer Rückhalt gilt, bleibt das einzige Fragezeichen in der Abwehr. Stabilisiert sich die Viererkette, zumal nur mit einem Sechser davor als Absicherung? Hält Borussia den Laden hinten dicht? Das haben die bisherigen Spiele nicht sicher bewiesen.
Es wird Leverkusen vorbehalten sein, das als erste Mannschaft auf Herz und Nieren zu testen. Bailey, Volland, Alario, Bellarabi, Havertz, Brandt, dazu die beiden offensivstarken Außenverteidiger Weiser und Wendell - da kommt etwas anderes auf die VfL-Defensive zu als in den Testspielen und beim DFB-Pokal-Spaziergang. Daher wissen wir auch dann erst etwas sicherer, was das alles bis hierhin wert war.
Und darin liegt auch das Risiko: Ein schlechter Start in die Saison und es könnte schnell wieder ungemütlich werden rund um den Borussia Park. Die gute Laune bei den Fans könnte schnell vergehen und dann wird es auch eng für den Trainer. Ich hoffe das ausdrücklich nicht, denn Kontinuität in der Arbeit mit der Mannschaft ist etwas, was sich in der Regel auszahlt. Und so, wie sich Borussia im Moment präsentiert, ergibt das alles Sinn, was seit dem enttäuschenden Saisonende passiert ist.
Und wie sieht die Startelf am Samstag aus? Ich glaube, ganz ähnlich wie in Bremen. Vor Sommer ist die Sache ziemlich klar: Wendt hat Poulsen noch einiges voraus, innen sind Ginter und Jantschke gesetzt, rechts spricht alles für Jordan Beyer. Knapp wird die Entscheidung zwischen Strobl und Kramer auf der Sechs, wobei ich persönlich denke, dass der Weltmeister gegen den Ex-Club den Vorzug erhalten wird. Andererseits ist Strobl der bessere Kopfballspieler, was defensiv bei Standardsituationen eine zusätzliche Sicherheit sein könnte - da war Borussia teilweise schon sehr anfällig.
Auf den Achterpositionen sehe ich Neuhaus und Hofmann vor Zakaria und Cuisance. Im Dreiersturm denke ich, dass Hazard und Raffael gesetzt sind. Vielleicht schickt Hecking den "Bayer-Schreck" Patrick Herrmann über rechts für mehr Geschwindigkeit. Denn Leverkusen ist eine der wenigen Mannschaften in der Liga, die Gladbach das Spiel nicht allein überlassen wird. Das bedeutet, dass man so auch selbst mehr in Umschaltsituationen und Konter kommen kann. Aber es spricht genausoviel dafür, mit dem Neun-Tore-Sturm Hazard, Raffael und Plea zu beginnen.
Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, ob und wie die Pläne von Dieter Hecking und Max Eberl in dieser Saison aufgehen. In diesem Sinne: Auf eine tolle Saison 18/19! Lassen wir uns durch nichts auseinanderdividieren und stehen wir zusammen - für unseren Verein. Für den Namen, den die Welt so glorreich kennt.
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