2015-01-07

Die Erfolgsgaranten (4): Granit Xhaka

In einer Saison, in der viel rotiert wird, gibt es dennoch einige Spieler, die das Gerüst einer erfolgreichen Mannschaft ausmachen. Wen ich nach der Hinrunde für die wichtigsten Spieler bei Borussia halte, lest ihr hier. Und auch, wie ich zu dieser Einschätzung komme.

Meine Top 5 der Hinrunde:

1) Tony Jantschke
2) Yann Sommer
3) Martin Stranzl
4) Granit Xhaka
5) Max Kruse


Granit Xhaka ist angekommen. Nachdem ihm über die Medien doch zwei Jahre lang viel nachgesagt wurde und die Leistungen nicht so ganz mit der Ablösesumme korrespondierten, hat sich der Schweizer in dieser Saison durchgebissen, seine Zunge gezügelt und seinen Kritikern gezeigt, wofür ihn Gladbach damals aus Basel geholt hat.

Taktisch enorm verbessert, läuferisch überzeugend, in den Zweikämpfen viel cleverer, technisch ohnehin mit überragenden Pass- und Schussfertigkeiten ausgestattet: So lenkt Xhaka in diesem Jahr das Gladbacher Spiel, ohne dass sich dieses nur um ihn drehen würde.
Dabei kommt ihm sicher zugute, dass die Ballschlepper Christoph Kramer und Raffael in der Hinrunde nicht so dominant auftraten wie vergangene Saison und Xhaka sich so in die tragende Rolle im zentralen Mittelfeld hineinspielen konnte.

 Aber letztlich hat sich die Nummer 34 ihren Platz selbst erkämpft und ihn dank der deutlich disziplinierteren Spielweise mit nur zwei Gelben Karten (Vorsaison 11) diesmal auch nicht durch unnötige Sperren wieder verloren. Eigentlich gab es in dieser Hinsicht nur den emotionalen Ausrutscher gegen Frankfurt, wo ihn im Spielverlauf zwei Tore aberkannt wurden und er wegen Ballwegschlagens und einem üblen Frustfoul innerhalb von zwei Minuten vorzeitig zum Duschen musste.
Wenn er auch in solchen Situationen kühlen Kopf behält, und er nach seinem kleinen Durchhänger mit schwächeren Leistungen zum Ende des Jahres dann in der Rückrunde wieder aufdreht, dann kann Granit Xhaka auch noch der Spieler der Saison bei Borussia werden. 

Sein fantastischer Freistoßknaller gegen Villareal findet seinen Platz in der Vereinshistorie auf jeden Fall schon mal. Und auch wenn bislang nur zwei Tore für ihn zu Buche stehen – Granit Xhaka ist auch in Richtung gegnerisches Tor schon deutlich zielsicherer geworden. Die verunglückten Schüsse auf die Tribüne sind längst nicht mehr so häufig wie in seiner Anfangszeit bei der Borussia.
Wenn er jetzt noch eine konstante Rückrunde hinlegt, dürfte er auch die letzten Zweifler überzeugt haben.

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