2014-12-07

Der Bruder von Eden Hazard

Ein Spieler hat mich im Spiel gegen die Hertha heute besonders beeindruckt: Thorgan Hazard. Na klar, Tony Jantschke hat das Tor getroffen, Traoré und Hermann waren fleißig, Granit Xhaka hat bis auf wenige schwache Pässe und manche Risikogrätsche gut die Fäden gezogen.
Aber der junge Belgier zeigt seit Wochen, dass er in der Bundesliga immer besser ins Rollen kommt. Heute war wohl sein bestes Spiel für Borussia. Nicht nur, weil er sein erstes Bundesligator geschossen hat und an den beiden anderen maßgeblich beteiligt war. Nein, er zeigt inzwischen eine erstaunliche Reife in den Zweikämpfen, arbeitet viel und durchaus effektiv nach hinten mit und bringt mehr Spielwitz mit als die immer sehr geradlinig nach vorne stürmenden Flügel Herrmann und Hahn.
Das braucht das Spiel der Borussia, vor allem dann, wenn diese einfachen Laufwege vom Gegner zugestellt sind, was zuletzt immer häufiger der Fall war. Davon profitierte zum Beispiel auch Alvaro Dominguez beim 2:1, als ihn Xhaka toll bediente, zuvor aber Hazard den Angriff einleitete und dem Spanier den Weg über außen erst frei machte - eine Variante, die über rechts bisher noch nie so richtig funktioniert hat; weder mit Korb noch mit Jantschke.

Es riecht ein wenig danach, dass Thorgan, den seit Beginn der Saison jeder Fußballreporter nur als den "kleinen Bruder von Chelseas Eden Hazard" vorstellte, ab jetzt mehr Spielzeit bekommen wird. Und darauf freue ich mich. 
 
Bundesliga, 14. Spieltag 2014/15: Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC Berlin 3:2 (6.12.14) 

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