2014-12-22

Der Lauf der Dinge

Nun ist es endlich raus.
Die Spielchen der Manager, Berater und Medien sind zu Ende, die Fronten geklärt: Christoph Kramer spielt noch ein halbes Jahr für Borussia und setzt dann seine Karriere in Leverkusen fort.

Alles ganz normal, weil vertraglich von Anfang an so vereinbart. Und wer realistisch war, konnte nicht ernsthaft damit rechnen, dass Leverkusen oder ein noch zahlungskräftigerer Verein einen solchen Spieler für kleines Geld überlässt. 

Nach Kramers heutigem ausgeschlafenen Statement über Instagram geht alles also wieder seinen gewohnten Gang. Und damit sollte auch das Murren unter Borussias Fans aufhören, das in den vergangenen Wochen mit jeder Äußerung und jeder Pirouette auf dem Spielfeld vernehmbarer geworden war. Ich jedenfalls bin mit dem Leihgeschäft und dem Verlust des Spielers längst versöhnt.
Und ich gönne ihm, dass er nun, befreit von dem ganzen Hickhack um seine Person, in der Rückrunde noch mal richtig auf-, aber nicht mehr überdreht.

Grund zum Ärgern gibt es nicht. Kramer hat durch seine Leistung Borussia geholfen, sogar Geld für Nationalmannschaftseinsätze brachte er ein, kostete dabei aber fast nichts. Wer dagegen rechnet, was ein fester Transfer eines anderen Spielers über die zwei Jahre gekostet hätte, kann ja wohl kaum sagen, dass das kein gutes Geschäft war. Dass Borussia nicht Bayern und auch nicht Chelsea oder PSG ist, dass wissen wir alle. Und so wird es weiterhin der Lauf der Dinge sein, dass wir sehr gute Spieler zu früh abgeben müssen.

Jetzt kann sich also jeder wieder auf seine Aufgabe konzentrieren: Max Eberl forciert die Suche nach einem Nachfolger, Chris Kramer bringt sich wieder in Topform und Rudi Völler freut sich ein Loch in den Bauch, dass ihm Lucien Favre in der Zwischenzeit einen Topspieler gebacken hat. Und Favre macht, was er immer macht - den nächsten Spieler, der kommt, auf ein besseres Niveau bringen.


Hier ist Christoph Kramers Statement auf Instagram nachzulesen


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